pancho assoluto

Pancho Assoluto wurde 1970 als Jörg Meier in Dortmund geboren.  Er stellt den Menschen und das Menschliche in den Mittelpunkt seiner fotografischen Arbeit. 

Seine Arbeit zielt darauf ab, die Komplexität menschlicher Identität und Beziehungen zu erfassen und den Betrachter dazu einzuladen, über die porträtierten Themen nachzudenken und Empathie zu entwickeln. Seine Portraits könnten als Reflexion der persönlichen und kollektiven Erfahrungen im Kontext gesellschaftlicher Diskurse betrachtet werden.

Die Portraits von Pancho thematisieren Identität, Marginalisierung und Zugehörigkeit. Er beschäftigt sich nur mit Themen, die ihn selbst reflektieren, und zeigt damit zunächst auf sich selbst. Er beschreibt seine Arbeit als eine ständige Suche: „Ich kann Soziologe sein oder Abenteurer auf dem Spielplatz, ich kann das Leben sezieren und Dokumentationen zelebrieren. Alles, was ich selber bin, hinterfrage ich fotografisch. Alles, was meine Aufmerksamkeit erregt, werde ich.“

Pancho Assolutos Vorbilder sind divers, darunter befreundete Fotograf*innen Denis Dailleux und Margaret Mitchell. 

Nach einem Studium der Sonderpädagogik studierte er Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie an der FH Dortmund. Er verbrachte viel Zeit mit Interviews für eine Musikzeitschrift und arbeitete sieben Jahre als Foto- und Kunstredakteur bei einem Verlag. Später gründete er die Selfiegrafen, eine Initiative für kulturelle und politische Bildung, die mit wechselnden Teams und innovativen Methoden heterogene Gruppen anspricht.

In seiner Tätigkeit als Dozent unterrichtet er an verschiedenen Einrichtungen in den Bereichen kulturelle Bildung, Portraitfotografie und dem Editieren von Bildpools anderer Künstler. 

Seine Arbeit zeichnet sich durch Entschleunigung und Tiefe aus. In einer Zeit, in der schnelle Bilder oft dominieren, bietet er mit sorgfältig gestalteten Portraits einen wertvollen Gegenpol. Er lädt dazu ein, sich mit dem Subjekt intensiv auseinanderzusetzen und Details zu entdecken.

Seine Fokussierung auf Zeit und Mühe in der Portraitfotografie sind ein bewusstes Statement gegen Flüchtigkeit und bietet eine tiefere menschliche Erfahrung. 

Seine letzten Projekte ‚Flügelkämpfe’, einer Beschäftigung mit der schwulen Bewegung der 70er und 80er Jahre; seine 35 Portraits von Männern die seinen bürgerlichen Namen 

jm70.de